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Fr

12

Mai

2017

Künstlersozialkasse

Ab dem 01.01.2015 prüfen die Rentenversicherungsprüfer mindestens alle 4 Jahre auch, ob die Melde- und Abgabepflichten dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) von den zur Abgabe verpflichtenden Unternehmen erfüllt werden. Die im abgelaufenen Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte sind vom abgabepflichtigen Unternehmen bis zum 31. März eines jeden Jahres auf einem gesonderten Formular zu melden, das sie von der Künstlersozialkasse erhalten.

 

Künstlersozialabgabenpflichtig sind grundsätzlich alle Unternehmer die, ungeachtet ihrer Rechtsform, die unten beschriebenen Leistungen in Anspruch nehmen. Das Künstlersozialversicherungsgesetz kennt drei Abgabepflichttatbestände:

  •  namentlich die typischen Verwertungen (Diese Unternehmen verwerten typischerweise die Leistungen und Werke von Künstlern und Publizisten und sind für alle gezahlten Honorare zur Künstlersozialabgabe verpflichtet.)
  • die Eigenwerbungen Gemäß § 24 Abs. 1 Satz 2 KSVG sind auch solche Unternehmen zur Künstlersozialabgabe verpflichtet, die für Zwecke ihres eigenen Unternehmens Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben und dabei nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler und Publizisten erteilen. Hierunter fallen vor allem Werbe- und Designaufträge. Aufträge an selbstständige Künstler oder Publizisten gelten als gelegentlich, wenn die Summe der Entgelte aus den in einem Kalenderjahr erteilten Aufträgen 450 € nicht übersteigt
  • die Generalklausel (Diese trägt dem Umstand der Weiterentwicklung und der vielfältigen Ausgestaltung der Kunstformen Rechnung und bezieht auch die Kenntnis der daraus resultierenden Verwertungsformen mit ein. Die Voraussetzungen des Auffangtatbestandes sind, dass nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler oder Publizisten erteilt werden, um deren Werke oder Leistungen für die Zwecke des Unternehmens zu nutzen und dass im Zusammenhang mit deren Nutzung Einnahmen erzielt werden sollen.

 

Fr

12

Mai

2017

Mindestlohn; Aufzeichnungspflichten

Seit 01.01.2015 gilt grundsätzlich für alle über 18-jährigen in Deutschland tätigen Arbeitnehmer der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 €.

 

Der gesetzliche Mindestlohn wurde zum 01.01.2017 auf 8,84 € angehoben. In einer Übergangszeit bis 31.12.2017 ist eine Unterschreitung des Mindestlohnes möglich, jedoch mindestens in Höhe von 8,50 € je Zeitlohnstunde.

 

Ab dem 01.01.2018 gilt der von der Mindestlohn-Kommission festgesetzte Mindestlohn ohne jede Einschränkung.

 

Der Arbeitgeber ist nach § 19 Arbeitnehmer-Entsendegesetz und § 17 Mindestlohngesetz verpflichtet, den Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit der Arbeitnehmer bis zum Ablauf des 7. auf den Arbeitstag folgenden Kalendertag aufzuzeichnen und mindestens 2 Jahre aufzubewahren.

 

Auf die Aufzeichnungspflicht ist ab dem 01.08.2015 gemäß MiLoDokV zu verzichten, wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate eines Arbeitnehmers nachweislich 2.000 € brutto überschreitet.

 

Für im Unternehmen arbeitende Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Eltern des Arbeitgebers gelten die Aufzeichnungspflichten nicht.

 

Fr

12

Mai

2017

Neuerung im Meldeverfahren zur Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften)

Die Meldung der Lohnnachweise zu den Berufsgenossenschaften dürfen aufgrund einer Gesetzesänderung ab Januar 2019 nur noch über einen elektronischen Weg erfolgen.

 

Daher gilt für eine Übergangsphase von 2 Jahren (2017 und 2018) ein Parallelverfahren, in dem die Meldung des Lohnnachweises sowohl manuell als auch zusätzlich auf elektronischem Wege erfolgen muss.

 

Von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurde ein UV-Stammdatendienst eingerichtet. Die Unfallversicherungsträger stellen zukünftig die Stammdaten für die Erstellung des Lohnnachweises elektronisch zur Verfügung und melden diese an die DGUV.

 

Jedes Unternehmen ist verpflichtet, vor Abgabe des digitalen Lohnnachweises, seine für die Lohnnachweismeldung erforderlichen Stammdaten in einem elektronischen Verfahren abzurufen. Hierfür erhält jedes Unternehmen eine 5-stellige PIN von seinem Unfallversicherungsträger.

So

23

Okt

2016

Kasse machen, aber richtig !!!

Das ordnungsgemäße Kassenbuch

Bei bargeldintensiven Geschäften ist eine Kassenführung , die den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchhaltung entspricht unabwendbar, um bei einer Betriebsprüfung hierzu keine Probleme zu bekommen.

Wer muss ein ordnungsgemäßes Kassenbuch führen?

Wenn der Unternehmer nach dem Handelsrecht oder Steuerrecht verpflichtet ist Bücher zu führen hat er die Buchführungs- und Aufzeichnungsvorschriften nach §§ 238 ff HGB, und §§ 140 ff AO zu beachten. Er hat damit auch eine ordnungsgemäße Kassenbuchführung nachzuweisen.

Wird bei einer Einnahmen- Überschussrechnung kein Kassenbuch geführt, so hat der Unternehmer dennoch die Pflicht über eine nachvollziehbare Dokumentation aller Bargeldbewegungen zu führen und regelmäßig einen Kassensturz vorzunehmen und zu dokumentieren.

 

Arten der Kassenbuchführung

Der Unternehmer kann eine Kasse ohne jegliche technische Unterstützung über die manuelle Eintragung aller Bargeldbewegungen in ein im Handel erhältliches Kassenbuch führen.

Für elektronische Registrierkassen muss ein Zertifikat über die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vorliegen. Es sind die täglichen Tageseinnahmenbons (sog. Z-Bons) aufzubewahren.

Die Kassenführung kann aber über eine PC-Kasse erfolgen. Hier sollte eine zertifizierte Software verwendet werden.

Anforderungen an ein Kassenbuch

Die Eintragungen im Kassenbuch sind am gleichen Tag bzw. spätestens am Folgetag vorzunehmen. Das Kassenbuch darf keine Leerzeilen haben. Die Aufzeichnungen dürfen nicht mit Bleistift gemacht werden. Vorgenommene Korrekturen sind vom Unternehmen abzuzeichnen und müssen nachvollziehbar sein, der ursprüngliche Eintrag muss noch lesbar sein. Der Kassenstand ist in regelmäßigen Abständen abzugleichen und zu dokumentieren. Zu jeder Kassenbewegung gehört ein Fremd bzw. Eigenbeleg.

Die Kassenbücher und die zur Nachvollziehbarkeit erforderlichen Unterlagen (z.B. Fremdbelege, Eigenbelege, Tagesendsummenbons der elektronischen Registrierkassen (sog. Z-Bons), Preislisten, Speisekarten) müssen während der Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren verfügbar und lesbar sein. Die elektronischen Kassendaten müssen ebenfalls 10 Jahre gespeichert werden und bei Bedarf wieder im System abrufbar sein.

 

Mein Tipp

Unternehmen, die nicht zur Führung einer ordnungsgemäßen Kasse nach dem Handels- oder Steuerrecht verpflichtet sind ( z.B. Kleingewerbe mit der Gewinnermittlung der Einnahmen- Überschussrechnung) sollte bei großem Barzahlungsverkehr (z.B. Gastronomie, Einzelhandel) trotzdem ein ordnungsgemäßes Kassenbuch führen. Somit können sie bei einer evt. Betriebsprüfung die Dokumentationspflicht in vollem Umfang gewähren um keine Gefahr der Verwerfung einer ordnungsgemäßer Buchführung und somit einer Hinzuschätzung der Einnahmen zu laufen.


So

23

Okt

2016

Mindestlohn ab dem 01. Januar 2015

Der gesetzlich festgelegte Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro brutto pro Zeitstunde gilt seit dem 1. Januar 2015.

 

Der Mindestlohn gilt nicht für Auszubildende nach dem Berufsausbildungsgesetz, Langzeitarbeitslose (mindestens 12 Monate), Pflichtpraktika und Freiwillige Orientierungspraktika (maximal 3 Monate).

 

Ausnahmen gibt es auch in manchen Branchen. Wenn die Tarifpartner bereits einen für allgemeinverbindlich erklärten Mindestlohn vereinbart haben, wie nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AentG), nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) oder nach dem Tarifvertragsgesetz, kann bis zum 31.12.2017 ein evt. geringer vereinbarter Mindestlohn bezahlt werden. Diese Branchen müssen spätestens ab Januar 2018 den dann geltenden gesetzlichen Mindestlohn zahlen.

 

Die Einführung des Mindestlohns hat erhebliche Auswirkungen auf deren Arbeitszeit: So dürfen Minijobber im Monat regelmäßig maximal 52,9 Stunden arbeiten, um nicht durch das Überschreiten der 450 Euro sozialversicherungspflichtig zu sein.

Zudem wurde eine Dokumentationspflicht für Minijobber, kurzfristig Beschäftigte und Arbeitnehmer in bestimmten Wirtschaftsbereichen, nach § 2a des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, über Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit eingeführt. Zu diesen Branchen zählen Baugewerbe, Hotel- und Gaststättengewerbe, Personenbeförderungsgewerbe, Speditions-, Transport- und verbundene Logistikgewerbe, Schaustellergewerbe, Unternehmen der Forstwirtschaft, Gewerbe die an Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen beteiligt sind, Fleischwirtschaft. Diese Dokumentation ist für mindestens zwei Jahre aufzubewahren.

 

In unseren Downloads steht für Sie eine Vorlage zur Arbeitszeit-Dokumentation zur Verfügung.


Betriebsveranstaltungen ab 2015

Geldwerter Vorteil eines Arbeitnehmers

Bei der Teilnahme des Arbeitnehmers an einer Betriebsveranstaltung (max. zwei mal im Kalenderjahr) bleibt der geldwerte Vorteil bis zu einem Freibetrag von je 110 € lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

 

Berechnung des Geldwerten Vorteils

Die Gesamtkosten der Veranstaltung inkl. Geschenke an einzelne Personen sind gleichmäßig auf die teilnehmende Personenanzahl aufzuteilen. Die Verwaltungskosten oder eigenen Raumkosten des Arbeitgebers bleiben bei den Gesamtkosten unberücksichtigt.

Die Begleitperson des Arbeitnehmers ist diesem zuzurechnen.

Geldwerter Vorteil über dem Freibetrag

Der übersteigende Betrag, des Freibetrags von € 110, kann pauschal mit 25 % Lohnsteuer besteuert werden. Für die Sozialversicherungsfreiheit ist Voraussetzung, dass die Lohnsteuerpauschalierung mit der Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung für den Monat der Betriebsveranstaltung erfolgte.

 

Mein Tipp

Die Lohnsteuerpauschalierung sollte im selben Monat der Betriebsveranstaltung vorgenommen werden, um die Sozialversicherungsfreiheit sicherzustellen.


Bauleistungen und Gebäudereinigungsleistungen

1. Bauleistungen ab dem 01. Oktober 2014

 

Voraussetzungen für die Verlagerung der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger

Wenn ein inländischer Unternehmer (= Leistender) eine Bauleistung an einen anderen Unternehmer (= Leistungsempfänger), der selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt (im Vorjahr mind. 10% seines Umsatzes) erbringt.

 

Wann liegt eine Bauleistung im Sinne des 13 b UStG vor?

Hierzu zählen alle Werklieferungen und sonstigen Leistungen zur Herstellung, Instandhaltung und Instandsetzung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken.

Neu ab 6. November 2015 zählen hierzu auch Werklieferungen und sonstige Leistungen an einer Sache, die dauerhaft mit einem Bauwerk verbunden ist und nicht bewegt werden kann, ohne das Bauwerk zu zerstören oder zu verändern (z.B. Betriebsvorrichtungen PV-Anlagen, Lastenaufzug).

 

Welchen Belegnachweis und Rechnungsvorschriften sind zu beachten?

Der Leistungsempfänger muss dem Leistenden eine gültige Bescheinigung USt 1 TG als Nachweis seiner nachhaltigen Bauleistungen (Vorjahr mind 10 % des Umsatzes) vorlegen. Der Leistende muss diese in Kopie mit dem Rechnungsduplikat aufbewahren. Wenn diese Bescheinigung vorliegt hat der Leistende eine Nettorechnung mit dem Hinweis der Steuerumkehr nach § 13 b UStG auszustellen.

Der Leistende muss dem Leistungsempfänger, wie bisher, die Freistellungsbescheinigung zum Steuerabzug bei Bauleistungen gemäß 48 Abs. 1 Satz 1 EStG aushändigen.

 

Die Bescheinigungen stellt das Betriebsstättenfinanzamt mit einer Gültigkeit von 3 Jahren aus.

 

Mein Tipp

Legt der Leistungsempfänger die erforderliche gültige Bescheinigung USt 1 TG nicht in Kopie vor, sollte die Rechnung dennoch mit Umsatzsteuer ausgestellt werden. Die Rechnung kann bei Nachreichung der Bescheinigung berichtigt werden.

In Werkverträge über Bauleistungen sollte die Umsatzsteuerklausel, dass sich der Werklohn um die gesetzliche Umsatzsteuer erhöht, wenn eine gültige Bescheinigung USt 1 TG nicht vorgelegt wird.

 

2. Gebäudereinigungsleistungen

 

Hier gilt nach § 13 b UStG eine analoge Anwendung wie bei Bauleistungen.