Mindestlohn; Aufzeichnungspflichten

Seit 01.01.2015 gilt grundsätzlich für alle über 18-jährigen in Deutschland tätigen Arbeitnehmer der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 €.

 

Der gesetzliche Mindestlohn wurde zum 01.01.2017 auf 8,84 € angehoben. In einer Übergangszeit bis 31.12.2017 ist eine Unterschreitung des Mindestlohnes möglich, jedoch mindestens in Höhe von 8,50 € je Zeitlohnstunde.

 

Ab dem 01.01.2018 gilt der von der Mindestlohn-Kommission festgesetzte Mindestlohn ohne jede Einschränkung.

 

Der Arbeitgeber ist nach § 19 Arbeitnehmer-Entsendegesetz und § 17 Mindestlohngesetz verpflichtet, den Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit der Arbeitnehmer bis zum Ablauf des 7. auf den Arbeitstag folgenden Kalendertag aufzuzeichnen und mindestens 2 Jahre aufzubewahren.

 

Auf die Aufzeichnungspflicht ist ab dem 01.08.2015 gemäß MiLoDokV zu verzichten, wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate eines Arbeitnehmers nachweislich 2.000 € brutto überschreitet.

 

Für im Unternehmen arbeitende Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Eltern des Arbeitgebers gelten die Aufzeichnungspflichten nicht.