Künstlersozialkasse

Ab dem 01.01.2015 prüfen die Rentenversicherungsprüfer mindestens alle 4 Jahre auch, ob die Melde- und Abgabepflichten dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) von den zur Abgabe verpflichtenden Unternehmen erfüllt werden. Die im abgelaufenen Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte sind vom abgabepflichtigen Unternehmen bis zum 31. März eines jeden Jahres auf einem gesonderten Formular zu melden, das sie von der Künstlersozialkasse erhalten.

 

Künstlersozialabgabenpflichtig sind grundsätzlich alle Unternehmer die, ungeachtet ihrer Rechtsform, die unten beschriebenen Leistungen in Anspruch nehmen. Das Künstlersozialversicherungsgesetz kennt drei Abgabepflichttatbestände:

  •  namentlich die typischen Verwertungen (Diese Unternehmen verwerten typischerweise die Leistungen und Werke von Künstlern und Publizisten und sind für alle gezahlten Honorare zur Künstlersozialabgabe verpflichtet.)
  • die Eigenwerbungen Gemäß § 24 Abs. 1 Satz 2 KSVG sind auch solche Unternehmen zur Künstlersozialabgabe verpflichtet, die für Zwecke ihres eigenen Unternehmens Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben und dabei nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler und Publizisten erteilen. Hierunter fallen vor allem Werbe- und Designaufträge. Aufträge an selbstständige Künstler oder Publizisten gelten als gelegentlich, wenn die Summe der Entgelte aus den in einem Kalenderjahr erteilten Aufträgen 450 € nicht übersteigt
  • die Generalklausel (Diese trägt dem Umstand der Weiterentwicklung und der vielfältigen Ausgestaltung der Kunstformen Rechnung und bezieht auch die Kenntnis der daraus resultierenden Verwertungsformen mit ein. Die Voraussetzungen des Auffangtatbestandes sind, dass nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler oder Publizisten erteilt werden, um deren Werke oder Leistungen für die Zwecke des Unternehmens zu nutzen und dass im Zusammenhang mit deren Nutzung Einnahmen erzielt werden sollen.